Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung deckt das finanzielle Risiko im Zusammenhang mit einem eingetretenen Unfall ab. Dabei ist stete Voraussetzung neben dem Kriterium des „Unfalles“ der vorliegt, wenn „die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet“ stets das Kriterium der Invalidität, d. h. des Dauerschadens. Bei der Unfallversicherung muss in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass die Fristenregelung durchaus „tückisch“ ist. So muss der Dauerschaden innerhalb eines Jahres eingetreten sein, der Nachweis dieses Dauerschadens gegenüber dem Versicherer binnen 15 Monaten erfolgt sein. Lehnt der Versicherer dann die Leistung ab – bspw., weil er das Unfallereignis bestreitet – besteht wiederum eine Klagefrist von drei Jahren. Etwaige Fristverkürzungen in alten Versicherungsverträgen (dort ist häufig von § 12 Abs. 3 VVG: 2 Jahre) zu lesen, ist nach der Reform unseres Versicherungsvertragsgesetzes nicht mehr gültig, es gilt insoweit die regelmäßige Verjährung von 3 Jahren.

 

Die Versicherungsleistung bestimmt sich dabei grundsätzlich zunächst nach der vereinbarten Versicherungssumme, ggf. einer sog. progressiven Staffelung und nach der sog. „Gliedertaxe“. Diese findet man in seinen Versicherungsbedingungen zu seinem Vertrag, wo für die Invalidität jedes einzelnen Körpergliedes – bspw. Finger oder Bein – einzelne Prozentwerte aufgeführt sind, nach denen sich die Versicherungsleistung für den Fall der Invalidität dieses Körperteiles berechnen lässt.

 

Bei der Berechnung und Durchsetzung von Ansprüchen aus der privaten Unfallversicherung sind wir dabei für den Versicherungsnehmer genauso tätig wie für den Versicherer selbst bei der Führung bspw. Deckungsprozesses oder Rückforderungsprozessen. 

Sie haben Fragen oder wollen zu diesem Bereich einen Termin vereinbaren?

Rufen Sie uns an unter +49 5307 20180 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.