Haftpflichtversicherung

Zu diesem Bereich gehört bspw. die Betriebshaftpflicht-versicherung oder die Privathaftpflicht-versicherung. Bei der gemütlichen Skatrunde schüttet der Gast ein Glas Altbierbowle auf das teure Design-Sofa, beim Spazierengehen springt plötzlich das eigene Kind auf die Fahrbahn und verursacht einen Unfall, dies sind typische Fälle der privaten Haftpflichtversicherung. Eine häufige Streitfrage dabei ist die Frage nach etwaiger vorsätzlicher Schädigung bzw. grober Fahrlässigkeit. Grundsätzlich gilt, dass der Versicherungsnehmer den behaupteten Schaden in vollem Umfange beweisen muss. Da u. a. in der Haftpflichtbranche eine hohe Dunkelziffer provozierter bzw. gestellter Schäden geltend gemacht werden, ist die Prüfungsdichte der Versicherer hier sehr hoch.





Auch die Inanspruchnahme der Betriebshaftpflichtversicherung ist von einigen versicherungsrechtlichen Besonderheiten geprägt. Insbesondere bestehen in diesem Bereich eine Vielzahl sog. Ausschlussklauseln, d. h. Schäden, für die die Betriebshaftpflichtversicherung des Schädigerbetriebes nicht unbedingt oder nicht voll eintritt. Beauftragt man bspw. einen Dachdecker, der ein Dach mangelhaft erstellt und regnet schließlich durch das Dach auf die o. g. Designer-Sofagarnitur, so ist zwar diese vom Versicherungsschutz umfasst, regelmäßig aber nicht die insoweit beauftragte mangelfreie Herstellung des Werkes. Der Geschädigte muss sich also – will er ein mangelfreies Dach erhalten – sich im Rahmen des dem Dachdecker erteilten Auftrages ausschließlich an diesen halten und nicht an dessen betriebliche Haftpflichtversicherung.

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