Versícherungsrecht

Das Versicherungsrecht beinhaltet die verschiedenen privatrechtlichen Versicherungszweige. Insbesondere ist dies das Recht der privaten Haftpflichtversicherung, der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung, der Rechtsschutzversicherung, der Lebensversicherung, der Berufsunfähigkeitsversicherung, der Krankenversicherung sowie der Unfallversicherung.

 

Grundsätzlich gilt, dass im Rahmen der in Deutschland geltenden Vertragsautonomie so ziemlich alles „versicherbar ist“, die Versicherer sind hier nach eigener Risikoprüfung in der Lage, im Grunde jedes Ereignis oder jede Sachverhaltsgestaltung zu versichern, d. h. auch sog. atypische Versicherungsverträge abzuschließen. Die o. g. Kategorien bezeichnen jedoch die überwiegende Zahl von Versicherungsverträgen, die in Deutschland abgeschlossen werden und die mehr oder minder in dem einen oder anderen Fall jede Privatperson betreffen.

 

Einen erhöhten Beratungsbedarf besitzt das Versicherungsrecht insbesondere aufgrund des Umstandes, dass es sich hier um eine ausgewiesene „Spezialmaterie“ handelt, die von einer Vielzahl spezialgesetzlicher Normen sowie spezieller Rechtsprechung in Einzelfällen geprägt ist, und zum anderen durch eine umfassende Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) quasi vollständig „umgekrempelt“ worden ist. In vielen Bereichen ist das VVG für den Versicherungsnehmer dabei vorteilhafter geworden (bspw. sind Fristen vereinheitlicht und verlängert worden, der vollständige Leistungsausfall bei grober Fahrlässigkeit ist aufgehoben worden), zum anderen regelt das VVG nunmehr viele Bereiche auch deutlicher und für den Versicherungsnehmer verbindlicher, was sich insbesondere im Bereich des neuen Systems der Folgen von vertraglichen Obliegenheitsverletzungen zeigt.

 

Hinzuweisen ist auch auf die bereits seit vielen Jahren bestehende Vertragsfreiheit der Versicherer in Bezug auf die einzelnen Versicherungsklauseln. Bestand hierbei vor 1994 noch eine weitgehende „Harmonisierung“ versicherungsvertraglicher Bedingungen durch alle Versicherungsgesellschaften hindurch, so ist nach 1994 eine sog. Deregulierung erfolgt mit der Folge, dass keine Versicherungsbedingungen des einen Versicherers mehr denen des anderen gleichen müssen, auch wenn in vielen Bereichen häufig über den Gesamtverband der Versicherer (GDV) Harmonisierungen erfolgen. Damit werden die Versicherungsbedingungen und deren Prüfungen in jedem Fall Ausgangspunkt unserer beratenden Tätigkeit, sollten Ihnen diese Bedingungen – z. B. aufgrund eines seit 1970 bestehenden Haftpflichtvertrages – nicht vorliegen, haben Sie stets einen Anspruch gegen Ihren Versicherer auf Übersendung entsprechender Kopien.

 

Unsere Kanzlei ist im Bereich des Versicherungsrechtes seit Jahren intensiv tätig. Dabei vertreten wir nicht nur Versicherungsnehmer bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche gegenüber Versicherern oder beraten diese außergerichtlich, sondern arbeiten für Versicherer bei der Durchsetzung von Regress- oder Rückforderungsansprüchen bzw. übernehmen die Vertretung in Deckungsprozessen.

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