Baumängel

Baumängel haben sowohl beim Neubau von Immobilien eine Bedeutung, als auch beim Erwerb gebrauchter Immobilien.

 

Nicht selten stellt sich etwa das gekaufte Haus, das zunächst einen so guten Eindruck machte, hinterher doch nicht als so guter Kauf heraus, sodass hier oft die Frage auftaucht, inwieweit man an den Vertragspartner herantreten kann, obwohl in der notariellen Urkunde, also dem Kaufvertrag mit dem Verkäufer in aller Regel ein umfassender Gewährleistungsausschluss enthalten ist.

 

Hier ist insbesondere entscheidend, wie schwerwiegend der Mangel ist und ob er dem Käufer bekannt war. Der Verkäufer muss nämlich auf schwerwiegende Mängel hinweisen, wenn er davon ausgehen muss, dass die Mängel so gravierend sind, dass sie den Käufer von der Kaufentscheidung abhalten können. Dann reicht sogar der bloße Verdacht eines entsprechenden Mangels, der offenbart werden muss.

 

Naturgemäß geschieht das oft nicht, der Verkäufer will das Objekt ja verkaufen und preist die Immobilie daher als in besserem Zustand an, als sie tatsächlich ist.

 

Auch hier ist im Einzelfall eine anwaltliche Beratung bzw. Vertretung unerlässlich.

 

So manches Schnäppchen, das als gebrauchte Immobilie gekauft wurde, stellt sich als Haus heraus, das fast so schlimm ist wie das, das Tom Hanks in dem sehenswerten und lustigen Film „Geschenkt ist noch zu teuer“ kauft; für den Betroffenen ist das aber in der Regel nicht komisch und oft eine tatsächliche und wirtschaftliche Katastrophe.

 

Wenn man keine gebrauchte Immobilie kauft, sondern selbst baut, geht fast immer irgendetwas schief. Gerade, wenn bei den Konditionen für den Bauvertrag sehr auf den Preis geachtet wurde, ist es oft so, dass sich hinterher herausstellt, dass man billig doppelt bezahlt.

 

Zumeist ist es so, dass die Bauträger, die höhere Preise nehmen, auch in dem Fall, wenn es Schwierigkeiten gibt, wesentlich kompetenter und besser mit diesen Schwierigkeiten umgehen.

 

Wichtig ist insbesondere, dass man darauf achtet, dass man beim Selberbauen mit seinen eigenen Leistungen nicht zu sehr in Vorleistung gerät. Zum einen ist die Motivation des Vertragspartners deutlich geringer, vernünftig und zügig weiter zu bauen, wenn er sein Geld bereits erhalten ist, zum anderen birgt das Bauträgergeschäft einfach auch das Risiko, dass die Firma, die man beauftragt hat, plötzlich pleite ist, das Geld weg, das Haus aber noch nicht fertig ist.

 

Hier sollte insbesondere im Vorhinein der Bauvertrag ordentlich überprüft werden.

 

Im Falle von auftretenden Mängeln muss insbesondere dahingehend differenziert werden, ob die Mängel gravierend sind oder nicht. Im ersteren Fall ist es unbedingt geboten, sofort zu handeln, Zahlungen einzustellen und darauf zu dringen, dass Mängel schnellstmöglich abgestellt werden.

 

Ein dritter Punkt ist, dass Mängel natürlich auch auftauchen können, wenn das Haus bereits fertiggestellt ist. Innerhalb der Gewährleistungsfrist können dann noch Ansprüche gegen den Werkunternehmer gestellt werden. Auch hier besteht natürlich das Insolvenzrisiko, wobei dieses versicherbar ist.

 

Und natürlich besteht oft im Baurecht auch das Problem, dass Mängel, wenn man hieraus Rechte herleiten will, nachgewiesen werden müssen.

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