Lohn/Gehalt

Zur Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes ist es für die meisten Arbeitnehmer wichtig, dass Löhne und Gehälter pünktlich gezahlt werden. Schließlich ist man mit seiner eigenen Arbeit beim Arbeitgeber in Vorleistung getreten und darf daher auch die rechtzeitige Zahlung der Gegenleistung erwarten. Passiert dies nicht, gerät häufig die eigene Lebenssituation schlagartig in eine „Schieflage“.

 

Für diesen Fall sollte frühzeitig rückstehender Lohn geltend gemacht werden. Zwar gilt insoweit grundsätzlich eine regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren. In tarif- oder einzelvertraglichen Regelungen sind aber häufig sogenannte „Ausschlussklauseln“ vereinbart, welche ein Verfallen der Gehaltsansprüche schon nach wenigen Monaten erlauben. Solche Klauseln sind zwar vielfältig unwirksam, jedoch nicht ausnahmslos. Es gibt eine Reihe von Urteilen, die inzwischen solche Klauseln in bestimmten zeitlichen Grenzen für zulässig erachten.

 

Man sollte grundsätzlich auch Überstunden oder Mehrarbeit kurzfristig geltend machen. Auch hier gilt, dass einige Gerichte hier schon in engen zeitlichen Grenzen eine sogenannte Verwirkung annehmen. Nimmt beispielsweise der Arbeitnehmer über mehrere Monate hin, Überstunden nicht abzurechnen oder geltend zu machen, verfallen nach der Meinung mancher Landesarbeitsgerichte dann schon nach wenigen Monaten im laufenden Arbeitsverhältnis diese Überstunden. Dieser Hinweis ist daher von Bedeutung, da typischerweise rückständige Ansprüche auf Spesen, Zuschläge und/oder Überstunden häufig nicht im laufenden Arbeitsverhältnis geltend gemacht werden (damit kein „Sand ins Getriebe kommt“, sondern erst nach Beendigung derselben). Dann aber kann es für die Geltendmachung dieser Ansprüche schon zu spät sein!

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