Typische Unfallsituationen

Nachfolgend zeigen wir Ihnen einige typische und sich oft wiederholdende Unfallgeschehnisse auf und die möglichen Haftungsfolgen für jeweils beide Beteiligten.

 

Beachten Sie aber bitte, dass jeder Unfall anders ist und immer eine Bewertung des konkreten Einzelfalls vorgenommen werden muss, bevor Sie sich freuen, dass Ihr Unfallgegner die ganze Haftung trägt oder umgekehrt sich ärgern, dass Sie „scheinbar chancenlos“ sind.

 

Natürlich kann hier auch nicht jede denkbare Situation dargestellt werden, sondern nur einige wenige Einzelfälle werden nachfolgend herausgegriffen:

 

  1. Vorfahrtverletzung (A nimmt B die Vorfahrt)
  2. Auffahrunfall (A fährt auf B auf)
  3. Gegenfahrbahn (A gerät auf die Gegenfahrbahn und kollidiert mit B)
  4. Parkplatzunfall (Der Unfall findet auf einem Parkplatz statt)
  5. Unfall zwischen Kfz und Fußgänger oder Radfahrer
  6. Unfall beim Abbiegen (A biegt ab und kollidiert hierbei mit B)
  7. Der provozierte Unfall
  8. Unfälle im Ausland oder in Deutschland mit ausländischem Fahrzeug

 

Zu 1. Vorfahrtsverletzung

Hiermit sind vor allem die Fälle gemeint, bei denen an einer Kreuzung oder Einmündung das eine Fahrzeug dem anderen das geregelte Vorrecht (durch Ampel, Verkehrszeichen oder Rechts-vor-Links-Regelung) nicht gewährt.

 

Kommt es dann zum Zusammenstoß, wird in aller Regel der Vorfahrtsberechtigte seine Ansprüche in voller Höhe durchsetzen können. Zu seinen Gunsten spricht ein sog. (widerleglicher) Anscheinsbeweis, d. h., dass auch ohne weitere Beweismittel davon ausgegangen wird, dass der Wartepflichtige den Unfall verschuldet hat.

 

Eine Einschränkung der vollen Haftung und damit auch Chancen für den Vorfahrtsverletzter, einen Teil seines Schadens ersetzt zu bekommen, besteht in atypischen Fällen, also dann, wenn der Vorfahrtsberechtigte deutlich zu schnell gefahren ist, „geschlafen“, also nicht rechtzeitig auf die Vorfahrtverletzung reagiert hat, obwohl das möglich war, oder in den Fällen, wenn der Vorfahrtsberechtigte rechts geblinkt hat, also den Anschein geweckt hat, er wolle in die Straße abbiegen, aus der der Wartepflichtige kommt, dann aber doch geradeaus weiter gefahren ist und bei „Rechts-vor-Links“, wenn der von rechts Kommende die Kurve stark schneidet.

 

In diesen Fällen kann (nicht muss) es zu einer Haftungsquote kommen, wobei insbesondere wieder für den Vorfahrtsberechtigten die Frage der Unabwendbarkeit des Unfalls und damit die  Haftung für die Betriebsgefahr Bedeutung gewinnt.

 

Es gibt auch Situationen, bei denen der Verkehr auf einer mehrspurigen bevorrechtigten Straße auf der rechten Fahrbahn staut und dem aus der Straße von rechts Kommenden (A) eine Lücke gelassen wird, um nach links abzubiegen.

 

A darf sich darauf zwar nicht verlassen und muss weiter die Vorfahrt achten und zwar nach rechts und nach links. Fährt nun aber auf einer zweiten Fahrspur der bevorrechtigten Straße ein Fahrzeug (B) mit höherer Geschwindigkeit an der rechts neben ihm stehenden Kolonne vorbei und kollidiert dann mit A, der die gelassene Lücke ausnutzt, kann die sog. Lückenfall-Rechtsprechung Bedeutung gewinnen. Obwohl B auf der Vorfahrtstraße fährt, kann er einen Teil des Schadens zu tragen haben.

Zu 2. Auffahrunfall

Beim Auffahrunfall gilt fast immer der alte Grundsatz „Wer auffährt, ist schuld“ oder der in Fachkreisen bekannte Spruch „Wenn`s hinten knallt, gibt’s vorne Geld“.

 

Zugunsten desjenigen, auf dessen Fahrzeug aufgefahren wurde, streitet der sog. Anscheinsbeweis, also eine (widerlegliche) Vermutung dafür, dass der Auffahrende Schuld hat.

 

In besonderen Fällen kann die Haftung aber auch quotiert werden. Das ist z. B. dann der Fall, wenn auf einer mehrspurigen Fahrbahn ein Fahrzeug sehr knapp vor einem einschert und dann plötzlich abbremst, sodass dem Auffahrenden der zuvor eingehaltene Sicherheitsabstand genommen wurde.

 

Ein weiteres Beispiel ist, dass sich der Auffahrende auf einer vorfahrtberechtigten Straße befindet und ein Wartepflichtiger von rechts oder links so knapp vor einem auf diese Straße auffährt, dass es in Wahrheit gar nicht um einen Auffahrunfall sondern um eine Vorfahrtsverletzung geht.

 

Große Probleme ergeben sich oft bei sog. Kettenauffahrunfällen, also wenn mehrere Fahrzeuge hintereinander aufgefahren sind, weil hier oft Schwierigkeiten bestehen, nachzuweisen, wer nun tatsächlich auf seinen Vordermann aufgefahren ist und wer von seinem Hintermann auf den Vordermann aufgeschoben wurde. Das lässt sich aber oft durch ein Gutachten klären, in ganz offensichtlichen Fällen ergibt sich das schon aus dem Schadensbild, etwa wenn der Wagen hinten „einen halben Meter kürzer ist“, vorne aber nur die Stoßstange beschädigt wurde. Der Anscheinsbeweis greift hier nur gegen den letzten Auffahrenden.

 

Im Zusammenhang mit dem Kettenauffahrunfall und der Haftung für die Betriebsgefahr kann auch die sog. Bremswegverkürzung Bedeutung gewinnen. Denn wenn das vor einem fahrende Fahrzeug (A) auf seinen Vordermann (C) und damit ein stehendes Hindernis auffährt, steht dieses sehr abrupt. Man selbst (B) als Hinterherfahrender konnte, weil die Bremsleuchten des Vordermanns gar nicht oder nicht rechtzeitig aufgeleuchtet haben (sog. bremsaufforderndes Moments) nicht rechtzeitig reagieren und fährt notgedrungen auf A auf.

 

Eine ganze Reihe von Auffahrunfällen sind auch den provozierten Unfällen zuzuordnen.

Zu 3. Gegenfahrbahn

Gerät man auf die Gegenfahrbahn und es kommt dort zur Kollision, wird man in aller Regel keine großen Chancen haben, seine Schäden, sei es auch nur teilweise, ersetzt zu bekommen. Umgekehrt kann der Entgegenkommende damit rechnen, dass fast grundsätzlich sein Schaden in voller Höhe reguliert wird.

 

Der „Klassiker“ ist, dass überholt wird, obwohl dies nicht zulässig war und es dann zur Kollision mit dem Gegenverkehr kommt.

 

Auch dieser Grundsatz gilt aber keinesfalls ausnahmslos. Wenn z. B. ein Ausweichmanöver durch ein drittes Fahrzeug in den Gegenverkehr hinein veranlasst wird, hat in Wahrheit dieses (womöglich selbst gar nicht beschädigte) Fahrzeug die Unfallursache gesetzt und dessen Versicherung muss für den Schaden der beiden anderen Fahrzeuge aufkommen.

 

Zu 4. Parkplatzunfall

Verkehrsunfälle, die sich auf einem Parkplatz oder in einem Parkhaus ereignen, enden sehr oft mit einer Quote für beide beteiligten Fahrzeuge. Das ergibt sich daraus, dass auf Parkplätzen oft „eigene Regeln“ gelten. Nach ständiger Rechtsprechung gilt hier nämlich das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme nach § 1 StVO. Man muss also sehr langsam und sehr vorsichtig fahren, muss etwa einem erkennbar Ausparkenden das ermöglichen und darf nicht mit der Argumentation „man habe ja als Vorbeifahrender Vorfahrt“, sein Vorrecht erzwingen.

 

Welche Vorfahrtsregelungen gelten, hängt im Übrigen immer vom Einzelfall ab, der Grundsatz „Rechts-vor-Links“ gilt keinesfalls durchgehend. Denn entscheidend ist oftmals, wie die Straßen, die sich kreuzen, von ihrer Bedeutung einzustufen sind. Führt etwa über den Parkplatz eine breite Durchgangsstraße, von der einzelne schmale Straßen mit den Parkplätzen abgehen, wird zumindest nach teilweiser Auffassung davon ausgegangen werden können, dass der Verkehr auf der Durchfahrtsstraße Vorrang genießt. Das alles ist aber sehr umstritten, sodass sich verallgemeinernde Aussagen kaum treffen lassen.

 

Zu 5. Unfall zwischen Kfz und Fußgänger oder Radfahrer

Will ein Kfz-Fahrer Schadensersatzan-

sprüche gegen einen Fußgänger oder Radfahrer geltend machen, sind einige Besonderheiten zu beachten.

 

Zunächst erst einmal werden die schwächeren Verkehrsteilnehmer durch eine Reihe von Vorschriften stärker geschützt, das gilt insbesondere für Kinder und alte Menschen.

 

Bei Kindern unter 10 Jahren ist es also schwierig, seit der am 01.08.2002 in Kraft getretenen Reform des Schadensersatzrechtes fast ausgeschlossen, Schadensersatzansprüche durchzusetzen.

 

Weiterhin ist darauf hinzuweisen, dass die Haftung für die Betriebsgefahr nur für Kraftfahrzeuge gilt, diese also aufseiten des Fußgängers oder Radfahrers nicht greift. Dafür bleibt diese Haftung aufseiten des Kfz bestehen, was zu einer zusätzlichen Verschlechterung der Anspruchslage für den Kfz-Führer führt. Diese Haftung ist nur bei höherer Gewalt ausgeschlossen.

 

Schließlich besteht kein Direktanspruch gegen eine Versicherung. In Anspruch zu nehmen ist daher immer der Fußgänger oder Radfahrer selbst, das gilt auch und gerade für den Fall eines notwendigen Prozesses. Hat der Beteiligte Kfz-Fahrer das Glück, dass der Fußgänger oder Radfahrer über eine Privathaftpflichtversicherung verfügt, steht diese aber für die Ansprüche, die bestehen, gerade, dann hat der Kfz-Fahrer also eine solvente „Quelle“ für die Durchsetzung der Ansprüche.

 

Besteht solch eine Privathaftpflichtversicherung nicht, hat der Fußgänger oder Radfahrer selbst für Ansprüche des Kfz-Fahrers einzustehen. Hier sollte von vornherein überlegt werden, ob sich etwaige Ansprüche überhaupt durchsetzen lassen, ob bestehende Schadensersatzansprüche also überhaupt bezahlt werden können. Das gilt auch für die entstehenden Anwaltskosten, falls keine  Rechtsschutzversicherung diese übernimmt, denn die Anwaltskosten sind zwar auch in diesem Fall des für den Kfz-Fahrer unverschuldeten Unfall vom anderen Beteiligten zu tragen, das nützt aber nichts, wenn dort „nichts zu holen ist“, da man einem „nackten Mann nicht in die Tasche fassen kann“.

 

Soweit Sie als Fußgänger oder Radfahrer einen Unfall hatten, haben Sie in aller Regel gegenüber einem Kfz gute Aussichten, zumindest teilweise ihren Schaden ersetzt zu bekommen, da, wie bereits oben gesagt, der Schwächere im Straßenverkehr besonders geschützt ist. Da in aller Regel ein Personenschaden eingetreten sein dürfte, empfiehlt es sich fast immer, anwaltliche Hilfe zu suchen.

 

Es bleiben noch die Sonderfälle, in denen kein Kfz beteiligt ist, also Unfälle zwischen Radfahrern oder Radfahrer und Fußgänger. Auch hier gilt, dass bestehende Ansprüche nur dann sicher vom Unfallgegner gezahlt werden, wenn auf dessen Seite eine Privathaftpflichtversicherung besteht. Da auf keiner Seite eine Haftung für die Betriebsgefahr greift, werden nur Verschuldenstatbestände gegeneinander abgewogen, sofern diese beiderseitig gegeben sind, der Fall des reinen einseitigen Verschuldens ist eindeutig.

Zu 6. Unfall beim Abbiegen

Häufig geschehen Verkehrsunfälle im Zusammenhang damit, dass das Kfz nach links oder rechts abbiegt.

 

Beim Rechtsabbiegen wird es sich oft um einen Unfall mit einem Fußgänger oder Radfahrer handeln. Beim Abbiegen aus einem Grundstück heraus besteht die Besonderheit, dass der vom Grundstück nach rechts (oder links) in den fließenden Verkehr Einfahrende die Gefährdung eines anderen Verkehrsteilnehmers auszuschließen hat, hier also besonders hohe Anforderungen an denjenigen gestellt werden, der vom Grundstück kommt.

 

Beim Linksabbiegen wird zumeist der Abbiegende das entgegenkommende Kfz übersehen haben und deswegen allein oder überwiegend haften.

 

Auch das gilt nicht durchweg: So kann es etwa sein, dass der Entgegenkommende mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren ist und dem Abbiegenden daher als Gefahr nicht bewusst war.

Zu 7. Der provozierte Unfall

Mittlerweile nicht mehr so selten ist der provozierte Unfall, dann sind Sie Opfer sog. „Autobumser“ geworden.

 

Grundsätzlich beklagt die Versicherungswirtschaft, dass diese Art von Versicherungsbetrug mehr und mehr zunimmt. Dabei kann man zwei unterschiedliche Fälle unterscheiden:

 

Bei der ersten Kategorie gehören beide Unfallbeteiligten der Bande an, sodass diese hier nicht weiter erörtert soll. Es ist in erster Linie ein Problem der Versicherungen, diese Fälle aufzuklären, Dritte außer den Versicherungen werden in der Regel nicht geschädigt.

 

Bei der anderen Kategorie wird es zumeist so sein, dass Ihr Unfallgegner ein kleines Versehen von Ihnen ausnutzt, um „Kasse zu machen“. Es gibt hierbei einige klassische Unfallsituationen:

 

Bei dem Ampelunfall fährt der vor Ihnen Fahrende auf die Kreuzung zu. Wird die Ampel gelb, erweckt er zunächst den Anschein, noch herüberfahren zu wollen und spekuliert darauf, dass Sie sich noch „anhängen“ wollen. Im letzten Moment kommt dann eine Vollbremsung, die Sie völlig überrascht, mit dem Ergebnis, dass Sie auffahren.

 

Ein weiterer Fall ist die „Rechts-vor-Links-Falle“. Bei dieser Situation wird teilweise regelrecht mit System vorgegangen: Einer der Bande positioniert sich mit dem Fahrzeug (A) vor einer „Rechts-vor-Links-Kreuzung“. Ein anderer späht Verkehr aus, der diesem die Vorfahrt zu gewähren hat (Fahrzeug B). Hat dieser den Eindruck, dass sich ein geeignetes Opfer nähert, das etwa etwas zu schnell fährt oder schon bei der Kreuzung davon nicht richtig aufgepasst hat, gibt er per Sprechfunk dem Wartenden A ein Zeichen, der in dem Moment in die Kreuzung einfährt, in dem B gerade in die Kreuzung einfährt. Oft ist es auch so, dass die Einsicht in die Kreuzung durch weitere Tatbeteiligte versperrt wird, etwa durch das Parken von Lieferwagen am Rande der Kreuzung. Diese parkenden Fahrzeuge sind dann, wenn die Polizei kommt, auf einmal verschwunden.

 

Wir möchten zunächst betonen, dass nicht jeder Unfall an einer Ampel bei Gelblicht oder an einer „Rechts-vor-Links“ Kreuzung fingiert order provoziert ist. Es handelt sich hier lediglich um typische Situationen, in denen dies der Fall sein kann.

 

Zusätzliches Indiz für einen provozierten Unfall ist es, wenn der Täter ein nicht mehr ganz neues Fahrzeug der hochpreisigen Fahrzeugklasse benutzt, da sich hiermit besonders hohe Schäden erzielen lassen. Die Täter rechnen nämlich dann nach Gutachten ab, schustern den Wagen notdürftig wieder zusammen und provozieren den nächsten Unfall.

 

Täter eines provozierten Unfalls verstoßen gegen eine ganze Reihe von Strafvorschriften, begonnen mit Straßenverkehrsgefährdung, über Betrug bis hin zum Vorwurf der versuchten oder vollendeten gefährlichen Körperverletzung in Extremfällen sogar des versuchten Mordes. Denn wenn der Täter billigend in Kauf nimmt, dass der Unfallgegner Schaden erleidet oder sogar zu Tode kommt und das auch hätte passieren können, reicht das für eine Bestrafung nach diesen Vorschriften selbst dann aus, wenn tatsächlich nichts passiert.

 

Es handelt sich also keinesfalls um ein Kavaliersdelikt, sondern um schwere Kriminalität. Sie sollten daher, wenn Sie einen entsprechenden Verdacht habe (aber bitte auch nur dann!) dies der Polizei, Ihrem Anwalt und vor allem auch Ihrer eigenen Versicherung mitteilen.

 

Leider kommt man solchen Tätern nicht immer auf die Schliche. Dadurch, dass die Versicherungen aber begonnen haben, derartige Fälle auch untereinander abzugleichen, sind die Chancen, zumindest Banden und Serientätern auf die Spur zu kommen, wesentlich besser geworden.

 

Kann ein provozierter Unfall nachgewiesen werden, haften Sie selbst nicht, selbst wenn Sie gegen Verkehrsvorschriften verstoßen haben.

Zu 8. Unfall im Ausland oder in Deutschland mit ausländischem Fahrzeug

Unfälle im Ausland sind insbesondere dann problematisch, wenn Sie, was die Regel sein dürfte, mit einem ausländischen Fahrzeug geschehen. Es gilt dann nämlich das sog. Tatortprinzip, d. h., dass das Recht anzuwenden ist, was am Unfallort gilt, also nicht etwa deutsches Recht. Hinzukommen sprachliche Barrieren, soweit der Unfall im nicht deutschsprachigen Ausland geschieht.

 

Jedenfalls im letzten Fall wird es oft sinnvoll und erforderlich sein, einen Anwalt vor Ort zu beauftragen. Wir können Ihnen insoweit bei der Vermittlung eines Kollegen behilflich sein. Bei Unfällen in der Schweiz oder in Österreich kann die Abwicklung aber zumeist auch von hier aus durchgeführt werden.

 

Seit dem 01.01.2003 ist die Abwicklung von Unfällen, die in der EU geschehen sind, erheblich erleichtert worden, weil jede Versicherung verpflichtet ist, in jedem EU-Land einen Regulierungsbevollmächtigten zu haben.

 

Zu beachten ist aber immer, dass aufgrund des anzuwendenden ausländischen Rechts die Schadensersatzansprüche weit hinter der deutschen Rechtslage zurückbleiben können.

 

Wenn im Ausland zwei deutsche Fahrzeuge verunfallen, wird man oft zur Anwendung deutschen Rechts kommen können. Da die beteiligten Versicherungen in Deutschland ansässig sind, ist eine Abwicklung von hier aus unproblematisch.

 

Es bleibt schließlich der Fall, dass sich in Deutschland ein Unfall mit einem ausländischen Kraftfahrzeug ereignet.

 

Hier ist das deutsche Büro Grüne Karte e. V. in Hamburg einzuschalten, das eine deutsche Versicherung mit der Abwicklung beauftragt, sodass die Abwicklung der Schadensersatzansprüche, die sich wegen des Tatortsprinzips nach deutschem Recht richten, durch einen deutschen Anwalt ohne Weiteres möglich ist, der sich auch um den Kontakt zum Büro Grüne Karte kümmert.

 

Beachten Sie bitten, dass bei Unfallgegnern aus Albanien, Andorra, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Estland, Iran, Israel, Lettland, Malta, Marokko, Mazedonien, Polen, Rumänien, Serbien-Montenegro, Tschechien, Tunesien und Türkei die internationale grüne Versicherungskarte des Unfallgegners vorgelegt werden muss. Lassen Sie sich also diese aushändigen.

 

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